Ausstieg aus der Homosexualität?
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Perspektiven aus Bibel und Wissenschaft
Druck auf bibeltreue Christen
Vom 20. bis 24. Mai 2009 fand in Marburg der 6. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge statt. Im Vorfeld kam es zu massiven Protesten von Homosexuellenverbänden. Sie kritisierten, dass an diesem Kongress auch Markus Hoffmann und Dr. Christl Ruth Vonholdt teilnahmen, zwei Christen, die Homosexuellen helfen, ihre Homosexualität zu überwinden. Die Stadt Marburg und die Hochschule, in deren Räumen der Kongress stattfindet, wurden aufgefordert, diesem Kongress die Räume zu kündigen und sich von „homophoben Tendenzen zu distanzieren“.
Man fühlte sich an das Christival 2008 erinnert. Auch dort wollten Christen über die Homosexualität aufklären. Auch dort wurde massiver Druck ausgeübt, damals mit Erfolg. Das fragliche Seminar „Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung“ wurde abgesagt, nach Auskunft der Bundesregierung „nach Intervention auch aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“, denn die Bundesfamilienministerin von der Leyen war damals Schirmherrin des Christivals.
Die Ansicht der Bundesregierung
Nach der Absage des Seminars legte der Bundestagsabgeordnete und Homo-Aktivist Volker Beck von den Grünen, selbst ein bekennender Schwuler, nach. Die Grünen stellten eine offizielle Anfrage an die Bundesregierung, wie sie zur Homosexualität stünde. Daraus:
„2. Inwiefern vertritt die Bundesregierung oder vertreten einzelne Mitglieder der Bundesregierung die Auffassung, dass Homosexualität
a) einer Therapie bedarf und
b) einer Therapie zugänglich ist?“
Die Bundesregierung antwortete wie von Beck gewünscht:
„Die Bundesregierung vertritt weder die Auffassung, dass Homosexualität einer Therapie bedarf, noch dass Homosexualität einer Therapie zugänglich ist.“
Die Haltung der PBC
Die Antwort der Bundesregierung entsprach dem Zeitgeist der „political correctness“. Aber hat die Bundesregierung recht? Oder war sie womöglich von Schwulenverbänden schlecht informiert worden?
Kann und sollte man aus der Homosexualität „aussteigen“? Gibt es ein „coming-out“ als Hetero?
Für uns als Partei Bibeltreuer Christen ist political correctness kein Maßstab. Vielmehr hinterfragen wir den Zeitgeist und suchen nach der „biblical correctness“, also nach dem, was der Bibel entspricht, weil die Bibel für uns der Maßstab der Politik ist.
Die Haltung der Bibel

Was steht zu diesem Thema in der Bibel? Das wichtigste in Kürze
· Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen (1. Mose 1,27).
· Die Ehe (aus Mann und Frau) ist Gottes Idee (1.Mose 2,18-24)
· Kinder sind ein Geschenk Gottes (z.B. Psalm 127,3)
· Geschlechtsverkehr vor (1. Kor 7,9) und neben (Joh 8,1-11) der (heterosexuellen!) Ehe ist Sünde. Dies ist übrigens auch für viele Singles oder heterosexuelle (noch) nicht verheiratete Paare und sogar für manche Verheirateten eine große Herausforderung!!!
· Die Bibel lehnt Homosexualität durchgängig ab, sowohl im Alten (z.B. 3. Mose 18,22) wie auch im Neuen Testament (Rö 1,24-28)
· Gott, der die Sünde ablehnt (z.B. Psalm 5,5) liebt gleichzeitig den Sünder (z.B. Rö 5,6). Er will den Menschen seinen Geist und ein neues Herz geben, das es ihnen möglich macht, nach seinen Geboten zu leben. (Hes. 36,26+27)
· Gott lehnt nicht den Homosexuellen ab, wohl aber dessen Homosexualität, weil er meint, dass er für ihn einen besseren Plan hat. Jesus hat gesagt: Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es im Überfluss haben. (Joh 10,10)
Ist Homosexualität änderbar?
Die Ansicht, Homosexualität wäre unveränderlich, wird heutzutage von vielen Menschen geglaubt. Und doch ist sie falsch. Betrachten wir als Beispiel Andrew Comiskey:
Andrew Comiskey wuchs in einem christlichen Elternhaus auf. Mit der Pubertät begann er, sich für andere Männer zu interessieren. Nach dem Abschluss der High School lebte er seine Homosexualität offen aus. Nachdem zwei seiner älteren Brüder Christen geworden waren, begann auch er sich für den christlichen Glauben zu interessieren. Im November 1976 entschied er sich für ein Leben als Christ und trennte sich von seinem homosexuellen Lebensstil. Er gründete die Hilfsorganisation Desert Stream Ministries, um Homosexuelle seelsorgerlich zu betreuen.
Er ist seit 1980 mit seiner Frau Annette verheiratet, gemeinsam haben die beiden vier Kinder.
Andrew Comiskey ist der lebende Beweis, dass der Ausstieg aus der Homosexualität möglich ist, und er ist kein Einzelfall.
Was sagt die Wissenschaft?
Die große Diskrepanz zwischen der offiziellen Behauptung, Veränderung wäre nicht möglich und den zahlreichen Zeugnissen von Christen, dass Veränderung doch möglich ist, brachte zwei US-amerikanische Professoren der Psychologie, Stanton L. Jones und Mark A. Yarhouse, dazu, die Veränderbarkeit von Homo– zu Heterosexualität wissenschaftlich zu untersuchen.
Die Ergebnisse ihrer Studie wurden 2007 veröffentlicht: Jones, Yarhouse „Ex-Gays? A longitudinal study of Religiously mediated Change in Sexual Orientation“, Intervarsity Press, 2007, ISBN 978-0-8308-2846-3
Es gab vorher schon wissenschaftliche Studien die zeigten, dass Homosexualität veränderbar ist, aber dies ist die erste Studie mit modernstem wissenschaftlichen Aufbau. Sie nimmt alle Kritikpunkte auf, die gegen die Ergebnisse der vorherigen Studien angeführt wurden, z.B.
1) die Studie ist prospektiv, d.h. man hat die Teilnehmer rekrutiert, als sie sich am Anfang ihrer Veränderung befanden. Sie wurden nicht erst hinterher interviewt.
2) sie ist longitudinal, d.h. die Teilnehmer wurden über einen längeren Zeitraum begleitet (zwischen 30 Monaten und vier Jahren) und in diesem Zeitraum mehrfach befragt, um die Veränderungen zu dokumentieren.
3) die Studie umfasst eine ausreichend große Teilnehmerzahl (98) Teilnehmer
4) es wurden modernste Befragungs– und Auswertungsmethoden eingesetzt, um die sexuelle Orientierung und die psychologische Belastung zu messen.
Die Ergebnisse der Studie:
Veränderung ist möglich
Nach der gängigen, von der political correctness vorgegebenen Meinung hätte man erwarten müssen, dass keine Veränderung von Homo– zu Heterosexualität beobachtet werden kann. Gezeigt hat sich aber etwas ganz anderes:
1. Erfolg: 15% der Teilnehmer bezeugten eine erfolgreiche Umkehr zu einer heterosexuellen Identität
2. Erfolg: Keuschheit: weitere 23% der Teilnehmer berichteten dass sie nun zufrieden(!) sexuell enthaltsam lebten
3. im Veränderungsprozess: 29% der Teilnehmer erlebten kleinere Verbesserungen und nahmen weiter am Programm teil
4. Keine Veränderung: Bei 15% der Teilnehmer zeigten sich bisher keine Veränderungen.
5. Misserfolg: 12% der Teilnehmer hatten das Programm aufgegeben. Ein Drittel dieser Personen hatten sich für eine homosexuelle Identität entschieden.
6. Nicht auswertbar: 5% der auf Tonband aufgenommenen Interviews ließen sich aufgrund von Aufnahmefehlern nicht auswerten.
Was bedeutet das?
38% der Teilnehmer konnten ihr Leben erfolgreich an den biblischen Maßstäben ausrichten.
Was wäre, wenn man in der Drogenrehabilitation, bei einer Eheberatung oder bei einer Diät eine Erfolgsquote von 38% hätte? Die Fachwelt würde jubeln. Wo bleibt der Jubel über diese Studie? Selbst unter Christen ist sie bisher kaum bekannt.
Ist der Versuch gefährlich?
Des weiteren diktiert die political correctness, der Versuch, das unmögliche zu tun, müsse gefährlich sein und Ängste und Depressionen hervorrufen, bis hin zum Suizid.
Yarhouse und Jones haben die psychologische Belastung der Teilnehmer sorgfältig gemessen und dokumentiert. Die Teilnehmer wiesen keine deutlich erhöhten Stresssymptome aufwiesen.
Die von der political correctness postulierten Gefahren ließen sich damit wissenschaftlich widerlegen.
Nun kursieren in der Öffentlichkeit einige Geschichten von Homosexuellen, die von schlechten Erfahrungen mit Ausstiegsversuchen berichten. Wir können nicht ausschließen, dass es so etwas in einzelnen Fällen gegeben hat, aber wir können auf jeden Fall sagen,
1) dass der Versuch, seine sexuelle Identität an der Bibel auszurichten begründete Aussicht auf Erfolg hat
2) und dass er, kompetente Begleitung vorausgesetzt, auch nicht gefährlich ist.
Am Rande: die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Studie überraschen uns als PBC nicht. Nach der Bibel hätten wir (anders als der Zeitgeist) nichts anderes erwartet.
Fazit
Auch wenn andere Parteien hierzu schweigen oder ihr Mäntelchen nach dem Zeitgeist hängen, werden wir als PBC nicht schweigen. Vielmehr werden wir für das Recht eintreten, aus der Homosexualität auszusteigen. Wir werden (wie z.B. durch diesen Artikel) auch weiterhin publik machen, dass dies möglich ist und wir werden auf konkrete Hilfsangebote aufmerksam machen.
Adressen finden sich auf unserer Website www.pbc.de unter Links/Homosexualität.
Heiko Evermann Mitglied des PBC-Bundesvorstands
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