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Christliche Werte—eine gute Basis
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Der Bundesparteitag hat mich mit großer Mehrheit zum Generalsekretär gewählt. Für das damit ausgedrückte Vertrauen möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken.
Ich möchte einige grundlegende christliche Werte darlegen, die mir für meine Arbeit in den kommenden zwei Jahren besonders wichtig sind.

Wir brauchen als Partei mehr Zusammenarbeit mit den Christen in Deutschland
Ich finde, als PBC haben wir ein gutes Programm, wir vertreten ganz ausdrücklich biblische Standpunkte. Aber trotzdem wählen uns die meisten Christen nicht. Um das geistlich zu formulieren: Der Leib Christi in Deutschland wählt uns nicht.
Wie kommt das? Wir, eine kleine Truppe von 3600 Leuten, haben als Partei 20 Jahre lang unser eigenes Ding gedreht. Uns hat gekümmert, was wir für richtig halten. Uns hat die Demut gefehlt, die gläubigen Christen in Deutschland zu fragen, wie wir ihnen dienen sollen.

Die Bibel gibt uns folgenden Rat. Sprüche 15,22: „Die Pläne werden zunichte, wo man nicht miteinander berät; wo aber viele Ratgeber sind, da gelingen sie.“
Darin liegt eine große Verheißung. Lasst uns als Partei nach 20 Jahren neu auf den Leib Christi, auf die gläubigen Christen in Deutschland, zugehen und sie fragen, was sie uns zu raten haben.

Wir sollten alle wichtigen politischen Anliegen der gläubigen Christen aufnehmen und vertreten
Was könnte der Leib Christi uns raten?
Ich habe mich gefragt: wie wählen Evangelikale Christen bisher? Und dazu habe ich in einer frommen Ecke des Internets, auf www.jesus.de etwas Interessantes gefunden, eine Wahlumfrage unter gläubigen Christen. Lasst uns da mal draufschauen:

Wie haben die Grünen abgeschnitten?
Die Grünen haben wie keine andere Partei an den christlichen Grundfesten Deutschlands gesägt, z.B. Homoehe, Freie Abtreibung. Trotzdem: 12% der Besucher von Jesus.de wählen grün. Das ist mehr als der Bundesdurchschnitt. Christen wählen also eher Grün als Nichtchristen. Wie kommt das?
Erstens: die Grünen setzen sich stark für die Umwelt ein. Das ist vielen Christen wichtig, und das ist auch ein biblisches Anliegen. Das folgt aus 1. Mose 2,15:
„Und Gott, der HERR, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.“
Zweitens: die Grünen setzen sich für die Armen in der Welt ein. Sie verschaffen denen ein Gehör, die bei der Globalisierung die Verlierer sind. Auch das ist ein christliches Thema. Ich wünsche mir, dass diejenigen Christen, denen diese grünen Themen wichtig sind, bei uns, in der PBC ihre politische Heimat finden. Ich wünsche mir, dass Umweltpolitik und der Schutz der Armen dieser Welt in unserer Arbeit einen angemessenen Platz finden.
Die Linkspartei
Lasst uns noch einen Blick auf die Linkspartei werfen. 40 Jahre lang hat die Linkspartei in der DDR alleine regiert. 40 Jahre lang hat sie dabei die Christen verfolgt. Und heute? Heute scheint das alles vergessen. 6% der gläubigen Christen wählen links. Wie kommt das? Die Linkspartei steht für die Armen und Schwachen ein, für die Hartz-IV-Empfänger und für die, die es vielleicht in den nächsten Jahren noch werden.
Das ist ein christliches Thema: Jesaja 58,6ff.: „Das aber ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast. Lass ledig, auf die Du das Joch gelegt hast. Gib frei, die du bedrückst. … Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus. Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn… .“
Durch die ganze Bibel hindurch war es Gott immer wichtig, auf der Seite der Armen zu stehen, auf der Seite der Witwen und Waisen. Und ich frage mich, ob das auch für uns als PBC ein wichtiges Thema ist?
Ich wünsche mir, dass diejenigen Christen, die sich für die Armen und Schwachen in Deutschland einsetzen, bei uns in der PBC, und nicht in der Linkspartei, ihre politische Heimat finden.
Auch für die anderen Parteien kann man ähnliche Überlegungen anstellen. Man kann fragen, warum gläubige Christen die CDU wählen, oder die FDP.
Wir haben bisher als PBC einige wenige Lieblingsthemen gehabt: Abtreibung, Elterngeld, Israel und die Kritik am EU-Vertrag. Aber die Politik Deutschlands ist breiter. Wir können gegen die Abtreibung nur dann wirksam etwas unternehmen, wenn wir im Bundestag sind. Wie kommen wir da hinein? Nur dann, wenn wir den evangelikalen Christen in Deutschland in ihrer Gesamtheit eine politische Heimat bieten können.

Außenwirkung
Habt Ihr schon einmal gegoogelt, wie die PBC im Internet ankommt? Es ist erschreckend. Da haben wir gute Pläne für Deutschland und wir werden nicht verstanden. Weder von Christen noch von Nichtchristen. Die wenigen positiven Kommentare zur PBC, die ich im Internet gefunden habe, kamen fast alle von PBC-Mitgliedern.
Wie können wir unsere Außenwirkung verbessern? Eines kann man natürlich nicht tun: Wir werden unser Parteiprogramm dafür nicht ändern. Was gut und richtig ist, das definiert Gott. Aber eines kann man tun: man kann es so formulieren, dass wir verstanden werden.
Der Schlüssel dafür ist einfach. Er findet sich in der Bibel, und zwar in 1. Kor 13:
1. Kor 13,2 „Und wenn ich Weissagung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß und wenn ich allen Glauben habe, so dass ich Berge versetze, aber keine Liebe habe, so bin ich nichts.“ => Es reicht nicht aus, Erkenntnis zu haben, also ein bibeltreues Programm. Wenn man uns als Partei die Liebe von Jesus Christus nicht abspürt, dann (so sagt das die Bibel) dann ist das, was wir machen nichts wert.
1. Kor 13,4+5a: „Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig; sie neidet nicht; die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, sie benimmt sich nicht unanständig, sie sucht nicht das
Ihre,“=> Das heißt: sie zieht nicht über andere her, nicht über Parteifreunde, aber auch nicht über politische Gegner. Sie macht vielmehr immer wieder deutlich, dass Gott alle Menschen liebt. Und nach Mat 5,44-47 schließt Jesus dabei unsere Feinde ausdrücklich ein.
1. Kor 13,5b-7: „sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit, sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.  => Das heißt: sie jubelt nicht, wenn einer unserer politischen Gegner fällt. Das heißt auch: die Liebe sammelt NICHT die schlechten Nachrichten über die anderen, z.B. über Muslime, um sie dann breitzutreten.
Wir brauchen nicht die Dunkelheit unserer Gegner zu sammeln, bloß damit unser Licht dann ein bisschen heller aussieht. Denn: Das Licht der Bibel ist schon strahlend hell.

Auch die Menschen, die nicht viel vom christlichen Glauben wissen, kennen 1. Korinther 13. Die wissen alle, dass das mit der Liebe in der Bibel steht. Sie schauen sehr genau hin, wie sich Christen verhalten. Sie nehmen unseren Anspruch bibeltreu zu sein, sehr, sehr ernst und sie messen uns daran.
Deshalb müssen unser Auftreten und unsere Veröffentlichungen so sei, dass man in uns den Geist und die Haltung von Jesus Christus erkennt.
Für mich heißt das: An Salz&Licht und an unsere Flyer müssen wir höchste Maßstäbe stellen. Die Liebe von Jesus Christus muss in jedem Artikel spürbar sein.

Heiko Evermann
Generalsekretär der PBC








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