Kirchturm statt Minarette - Volksabstimmung in der Schweiz
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Die aktuelle Aufregung um das Minarettverbot in der Schweiz, insbesondere von islamischen Verbänden und islamischen Ländern, hat einen schalen Beigeschmack.
Religionsfreiheit ist ein hohes Gut, für das die PBC sich aktiv einsetzt. Ein wesentliches Merkmal des biblischen, christlichen Glaubens ist die Freiheit zur persönlichen Entscheidung.
Aber in den meisten muslimischen Ländern gibt es keine Religionsfreiheit. Konvertiten vom Islam zum Christentum werden in vielen Ländern mit dem Tode bedroht, christliche Mission ist in diesen Ländern verboten und wird stark behindert. Auch in der Türkei gibt es keine echte Religionsfreiheit. Da geht es nicht um Kirchtürme, vielmehr ist der Kirchenbau an sich schon unmöglich.
Daher wünscht die PBC, dass Muslime in ihren Ländern Christen echte Religionsfreiheit einräumen. Bis dahin sollten Muslime in Europa keine Bauwerke errichten, die in ihrer ganzen Gestaltung als muslimische Machtdemonstration verstanden werden müssen. Ein Verzicht auf Minarette würde da weiterhelfen.
Grundsätzlich sollte die Sorge aber nicht so sehr um die Minarette gehen, sondern um das, was hinter den Mauern der Moscheen gepredigt wird.
Dabei übersehen wir nicht, dass der Grund für die Verbreitung des Islams, in der aktuellen Schwäche des Christentums speziell in Europa liegt.
Das Thema ist brisant. Die Reaktionen reichen von lautem Beifall für den Mut der Schweizer bis zur Bedrohung von Christen im Orient. Wie das schweizer Vorgehen auch gesehen werden kann, zeigt der nachfolgende Kommentar von Karl Birkenseer aus der "Passauer Neuen Presse" vom 30.11.2009 So viel steht fest: Die Initiatoren der Schweizer Anti-Minarett-Abstimmung waren nicht von den edelsten Motiven beseelt. Das Bündnis aus rechtspopulistischer Volkspartei und einem offen muslimfeindlichen Komitee malte das Schreckensbild einer schleichenden Machtübernahme durch den Islam an die Wand. Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass fast 58 Prozent der Eidgenossen diesem Rambo-Kurs applaudieren wollten. Nüchtern, wie die Schweizer sind, haben sie einfach gegen den Neubau von Minaretten gestimmt - ohne deshalb alle schillernden Motive der fremdenfeindlichen Einpeitscher mit zu unterschreiben.
Es ist noch kein Schleifen der Religionsfreiheit, wenn man Muslime in einer mehrheitlich christlich geprägten Umgebung darum bittet, mit ihren religiösen Symbolen nicht allzusehr aufzutrumpfen. Die Schweizer wollen weiter in einem Land der Kirchtürme und nicht in einem Land der Minarette wohnen - das ist ihr gutes Recht. Freilich darf das nicht dazu verleiten, die Religionsausübung der Muslime im öffentlichen Raum überhaupt in Frage zu stellen. Gebetsräume und Moscheen sollten in einem freiheitlichen Land selbstverständlich sein und bleiben. Das unterscheidet unsere westlichen Demokratien ja von jenen islamischen Staaten, die ihren christlichen Minderheiten die Luft zum Atmen nehmen.
Wie die Schweiz, so darf sich Europa als Ganzes nicht abschotten gegen die Realitäten einer durch Migration geprägten Gesellschaft. Wer aber nicht will, dass die christlichen Wurzeln Europas verdorren, der muss sich auch wieder selbstbewusster einsetzen für die Kultur, die das Abendland prägt. Mehr Präsenz von Christen in der Öffentlichkeit, mehr Mut zum Glauben, mehr Mut zu christlicher Erziehung, mehr Mut zu christlichen Positionen im Alltag und in der Politik: Das alles dient der Bewahrung der europäischen Identität mehr als populistische Hauruck-Aktionen. Je mehr bekennende Christen es gibt, desto sicherer werden wir auch in Zukunft unter dem Kreuz und nicht unter dem Halbmond leben.
(mit freundlicher Genehmigung des Autors)
Bild: Wikipedia (Creative Commons, Fotograf: Giovanni Dall'Orto)
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